Herbarium
Bei einer unserer letzten Walking-Runden in Elnhausen haben meine liebe Freundin und ich gestaunt, wie schnell und schön die Natur aus ihrer Winterruhe erwacht.
Da meine Freundin so etwas wie eine Biologin ist, kennt sie fast alle Pflanzen und ihre Namen. Ich kann so etwas nur bewundern. Namen kann ich mir ganz schlecht merken...
Ihr Trick, diese ganzen Namen zu behalten, bestand in dem Anlegen eines Herbariums während ihrer Ausbildung. Nachdem sie die ganzen Pflanzen gesammelt, getrocknet und kategorisiert hatte, waren sie ihr ins Gedächtnis gebrannt.
Ich wollte mich dann doch mal schlau machen, und fand bei
Wikipedia folgenden Eintrag:
Ein Herbarium oder Herbar (v. lat.: herba = Kraut) ist eine Sammlung getrockneter und gepresster Pflanzen bzw. Pflanzenteile für wissenschaftliche Zwecke. Einzelne Pflanzen bzw. ihre Teile sind dabei als Einheit erkennbar auf einem Herbarbogen aufgeklebt.
Anlegen eines Herbariums
Um ein Herbarium anzulegen, müssen zunächst Pflanzen gesammelt werden. Die Pflanzen sollte man pressen, bevor sie welken, da sonst wichtige Merkmale wie Blattform und Blütenaufbau nicht mehr gut erkennbar sind. Um die Pflanzen zu pressen, verwendet man entweder spezielle Gitterpflanzenpressen mit Zugfedern oder im einfachen Fall legt man die Pflanze zwischen Zeitungspapier und Holzplatten und beschwert diese. Das Papier sollte bei sehr feuchten Pflanzen jeden Tag gewechselt werden, sonst alle zwei Tage.
Zweck eines Herbariums
Ein Herbarium erlaubt dem Botaniker, Pflanzen unterschiedlicher Herkünfte zu vergleichen und unsichere Bestimmungen zu überprüfen („Vergleichsherbar“) oder Vorkommen bestimmter Arten an ihren Wuchsorten nachzuweisen („Belegherbar“). Durch Auswertung älterer Herbarien lassen sich nicht selten Änderungen in der Häufigkeit oder Verschiebungen der Verbreitungsgebiete nachzeichnen. Das spätere (Neu-)Bestimmen einer Pflanze im Herbarium ist fast immer möglich; die räumlichen Strukturen bleiben nämlich beim Trocknen und Pressen erhalten. Farben können zwar ausbleichen oder sich verändern; jedoch bedient man sich gewisser „Faustregeln“ - so weiß man, dass gelbe Pflanzenteile nach dem Trocknen langsam schwarz werden. Um einen dauerhaften Zugriff auf die gesammelten Pflanzen sicherzustellen, werden die Herbarpflanzen unter klimakontrollierten Bedingungen gelagert. Der Name einer Pflanzenart geht oft auf ein bestimmtes getrocknetes Exemplar, den Holotyp dieser Art, in einem Herbarium zurück.
Kategorie: 04 - April, Garten
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