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03.04.2009 21:45 Alter: 3 Jahre

Wanderhecke

In Frankreich gibt es eine Düne, die wandert. In Michelbach gibt es eine Hecke die wandert. Ganz seltenes Exemplar - die Wanderhecke!

Letzten Sonntag haben wir unsere Hecke umgesetzt!

Das Wetter war gut und wir waren mehr oder weniger motiviert. Unser Plan, die Hecke am Stück umzusetzen, ähnlich wie eine Schlange, scheiterte schon bei den ersten Pflanzen. Das Gewicht ist dann einfach zu groß und eine solche Heckenschlange ist auch einfach nicht beweglich genug. Aber es ging relativ gut, erst einen Graben an der richtigen Stelle auszuheben, dann zwei bis drei Pflanzen zu lockern und diese dann (einzeln) an die vorgesehene Stelle zu hieven. Insgesamt waren wir sieben Stunden am Werken. Dank der Nachbarn, die uns mit Pflaumenkuchen (TK vom Feinkosthändler unserer Wahl) versorgten sind wir auch nicht verhungert. Was ein Glück, sind unsere Kinder so groß, dass sie sich schon mehr oder weniger selbst versorgen können. Sie hatten auch versucht mitzuhelfen, aber dafür sind sie dann doch noch zu klein. (Das wird bestimmt ihr Leben lang so bleiben...)

Sämtliche Nachbarn kamen vorbei um uns ihr "Beileid" auszusprechen. Aber die sollen sich mal nicht zu früh ins Fäustchen grinsen, die Straße kommt auch noch zu denen.

Jetzt hoffe ich mal, das nach einer ordentlichen Portion Blaukorn und viel, viel Wasser die Hecke auch wieder anwächst. Meine ordentlich gestutzte Grundstücksbegrenzung sieht ziemlich zerrupft aus, aber nach ein bis zwei Jahren wird sie wohl hoffentlich wieder werden. 

Mal ehrlich, zwischendurch hätte ich ja schon mal ganz laut schreien können...

Heute haben die Straßenbauarbeiter dann die Bordsteinkante an der vorderen Ecke gesetzt. Die Pflanzen in meinem Vorgarten wurden mit der Kante einbetoniert und zugeschottert. Kann eigentlich keiner der Verantwortlichen vorher mal ein Wort sagen, dass man auch Pflanzen in 1 Meter Entfernung der Strasse besser entfernen sollte...

Das Grauen nimmt kein Ende.

Am schönsten ist aber, das wir unser Carport und den Gästestellplatz eigentlich neu pflastern können. Denn statt der damals angekündigten 10 bis 15 cm Höhendifferenz haben wir 30 cm vor die Nase gesetzt bekommen. Schöne Scheiße ('tschuldigung). Den Seiteneingang haben wir heute schon angepasst. Der hat jetzt eine Steigung, bzw. Gefälle, das es bei Glatteis richtig gefährlich werden kann. Aber die Kinder werden sich freuen, wenn sie mit dem Bobby-Car eine bessere Anlaufstrecke haben, wenn sie über die Terrasse donnern wollen.

Was soll's. Es könnte ja langweilig werden, wenn man nicht alle drei Jahre die Hecke verpflanzt und die Pflasterarbeiten neu ausführt. Mit der Hecke müssen wir allerdings aufpassen, das sie nicht irgendwann ans Haus stößt...


Kategorie: 04 - April, Arbeitskalender, Garten

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