24.03.2009 11:14 Alter: 3 Jahre

Der erste Freiflug

Jeder Käfigvogel braucht seinen Freiflug - am besten jeden Tag! Es macht ihm Spaß, steigert seine Lebensfreude, belebt seinen Kreislauf und kräftigt die Muskulatur.

Bei uns hat er noch nicht stattgefunden, die Vögel wollten am Wochenende partout ihren Käfig nicht verlassen.

Um nicht ganz so hilflos darzustehen habe ich ein wenig recherchiert und einige interessante Seiten gefunden, in denen beschrieben wird, wie man Wellensittiche am Besten eingewöhnt.

Zum Thema Freiflug steht z.B. geschrieben, dass man seine Vögel auf gar keinen Fall fliegen lassen sollte, wenn man sie gerade erst bekommen hat. Das ist eindeutig zu früh. Dann wissen wir jetzt ja, warum sie nicht rauswollten...

Zuerst muss sich der Wellensittich an seine Umgebung und die Hand gewöhnt haben. Umso leichter fällt es dann, den Vogel wieder in den Käfig zu bekommen, denn es kann sein, dass er absolut nicht in den Käfig zurück will oder findet. In den ersten Tagen in seinem neuen zu Hause ist der Wellensittich auch viel zu nervös und es kann zu unliebsamen Überraschungen führen, wenn er dann schon herausgelassen wird.

Die ersten 14 Tage sollte er erst einmal seine Umgebung von seinem Vogelheim heraus beobachtet und eingeprägt haben. Und wenn der Wellensittich nicht mehr angstvoll vor deiner Hand weicht, ist der große Augenblick gekommen.

Für den ersten Freiflug sollte man einen Tag auszuwählen, an dem man sehr viel Zeit hat und den Vogel kurz vorher kein Futter mehr anzubieten. Nachdem er den Käfig verlassen hat und die ersten Runden dreht, kann man die Futternäpfe im Käfig wieder füllen. So treibt ihn irgendwann der Hunger in den Käfig zurück.

Man sollte einfach die Käfigtür öffnen und abwarten. Der Wellensittich entscheidet, ob er heraus will oder nicht. Es kann sein, dass er das neue Loch in die Freiheit zuerst einmal misstrauisch beäugt und gar keine Schritte unternimmt. Die Käfigtür lässt man solange geöffnet, wie Zeit ist.

Wenn dann irgendwann seine Neugierde siegt, beknabbert er meistens zuerst die Käfigtür. Einige wagen den Absprung schon von dort, andere klettern dann erst einmal aufs Käfigdach.

Irgendwann fliegt er los und er dreht einige Runden. Während des Fliegens kann es passieren, dass der Vogel nervös wird und nicht mehr weiß, wo er landen kann. Es kann zu einer unfreiwilligen Bruchlandung kommen.

Ganz wichtig ist es, vorher dafür zu sorgen, dass das Fenster keine Gefahr mehr darstellt (Gardine, Rollo) und andere Gefahrenquellen beseitigt wurden.

Am Anfang ist es ganz normal, dass der Wellensittich Schwierigkeiten beim Landen hat. Er muss nicht das Fliegen üben, sondern das Orientieren und Landen. Auch machen ihm die vielen fremden Gegenstände im Raum bestimmt etwas Angst. Mit der Zeit wird er seine Lieblingsplätze haben, auf denen er sicher landet und von dort aus zu neuen Abenteuerndurchs Zimmer aufbrechen.

Irgendwann kommt auch die Zeit, wieder in den Käfig zurückzukehren. Es kann lange dauern, bis der Vogel in den Käfig zurück will.

Wenn er an die Hand gewöhnt ist und sie als Hilfe anerkennt, kann man ihn auf diese Art in den Käfig setzen. Es ist also immer von Vorteil, wenn man seinen Wellensittich frühzeitig an die Hand gewöhnt, am besten noch vor dem ersten Freiflug, dann wird es einfacher, den Vogel in den Käfig zurück zu bringen.

Wenn er die Hand noch nicht akzeptiert, darf man ihn auf gar keinen Fall zwingen, jagen oder nach ihm greifen - weder mit der Hand, noch mit irgendetwas anderem. Der Vogel sollte alleine und freiwillig in seinen Käfig zurückkehren. Hunger hilft!

Deshalb außerhalb des Käfigs kein Wasser und kein Futter anbieten.

Sollte der Wellensittich glücklich auf einen Platz gelandet sein und diesen einfach nicht mehr verlassen wollen, kann es sein, dass er sich nicht traut, da ihm die ersten Eindrücke etwas durcheinander gebracht haben. Dann hilft ihm nach einiger Zeit den Käfig mit der geöffneten Tür entgegen zu halten, so dass er ganz einfach in seine sichere Vogelburg hinein schlüpfen kann.

Wenn er so hoch sitzt, dass man ihm nicht erreichen kann und er keine Anstalten macht, in den Käfig zurückzukehren, bleibt nur die Möglichkeit, ihn dort sitzen zu lassen, notfalls sogar über Nacht (ein schwaches Licht zur Orientierung brennen lassen). Am nächsten Morgen ist sein Hunger und Durst größer als seine Angst und er wird wohl in den Käfig zurückkehren.

 


Kategorie: Allgemein, Kinder

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