24.03.2009 10:07 Alter: 1 Jahre

Eingewöhnung von Wellensittichen

Da unsere Tochter schon ein wenig enttäuscht ist, das die beiden Wellis nicht sofort Handzahm geworden sind, habe ich im Internet ein wenig recherchiert, um Hilfestellung zu bekommen. Meine Erkenntnisse will ich natürlich mit Euch teilen...!

Um Wellensittiche zu Zähmen braucht man sehr sehr viel Geduld. Außerdem sollte man viel mit den Wellis zusammensein, damit sie die Menschenstimmen kennenlernen und merken, dass die Hand und der dazugehörige Mensch freundlich gesinnt sind.

Man sollte grundsätzlich viel mit den Tieren reden. Wenn sie merken, dass sich jemand um sie kümmert, bekommt man sie fingerzahm, wenn man täglich mindestens eine halbe Stunde lang trainiert.

Zu Anfang nähert man sich dem Käfig ganz vorsichtig und redet dabei immer  beruhigend auf sie ein. Wenn sie sehr viel Angst haben, dann sollte man sich einfach mal so öfter vor dem Käfig setzen und beobachten, ohne irgendetwas zu tun. Die Vögel sollten den ersten Schritt machen. Irgendwann werden sie einen beachten und sich annähern. Wellensittiche sind schrecklich neugierige Vögel.

Später kann man dann auch mal antesten, wie sie darauf reagieren, wenn man den Finger in den Käfig steckt. Dazu geht man mit der Hand so dicht an den Vogel ran, wie er es zulässt. Dabei ruhig mit dem Vogel reden. Wird der Vogel nervös, sollte man die Hand langsam zurückziehen. Nach und nach wird er die Hand nicht mehr als Gefahr ansehen.

Wenn man herausfindet, wer der mutigere Wellensittich von beiden ist, sollte man sich an diesen halten, wenn man einen Schritt weitergeht. Irgendwann will es der andere Welli auch mal probieren.

Dann wäre der nächste Schritt, dass ihnen Kolbenhirse anzubieten, für die meisten Wellis ist das eine Leibspeise. Falls sie so etwas schon im Käfig hängen haben, nimmt man es ihnen eine Zeit lang weg. Mit der Kolenhirse auf der Hand kann man sich den Wellensittichen dann nähern. Wenn sie keine Angst haben, muss man erst einmal warten, ob einer der Sittiche den ersten Schritt macht und davon zu fressen versucht.

Es kann aber auch sein, dass einer Angst bekommt, zurückweicht oder zu flattern beginnt. Dann nimmt man die Hand wieder raus und hält die Kolbenhirse von außen an das Käfiggitter, so dass sie wieder zu einem kommen müssen. Das Ganze ist eine langwierige Prozedur und man muss viel Zeit mitbringen.

Wenn man genug Geduld hatte, wird er sich bald auch im Käfig auf die Hand setzen. Wenn man es im Käfig geschafft hat, kann man dasselbe auch außerhalb des Käfigs probieren. Wenn er dann auf der Hand sitzt, bewegt man den anderen Zeigefinger langsam in Richtung seines Schnabels und versucht ihn dort zu streicheln.


Kategorie: Allgemein, Kinder

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