Haustiere und Kinder – was soll beachtet werden?
Wir haben Haustiere und wir haben Kinder... (Die Reihenfolge ist entscheidend!) Hier ein Artikel über das Zusammentreffen von Beiden:
Die Erfahrungen mit unseren Haustieren, wie Spaziergänge mit dem Hund, das Schnurren der zusammengerollten Katze, gehören oft zu unseren besten Kindheitserinnerungen. Die Tiere, die als Familienmitglieder gelten, spielen auch eine sehr wichtige Rolle in der Entwicklung der Kinder.
Durch den Umgang mit den Haustieren kann das Kind sehr viel über die Freundschaft lernen. Man kann das Tierchen streicheln, mit ihm spielen, Geheimnisse anvertrauen, und man fühlt sich nicht einsam. Der Kontakt mit Tieren beruhigt auch und hilft Stress abzubauen (ein guter Beweis dafür sind die Therapien mit Tieren). Außerdem entwickelt der Umgang mit Tieren die Empathie des Kindes. Das Tier zeigt eigene Emotionen, die das Kind kennen lernt und auf die es reagiert. Auf diese Art und Weise lernt das Kind die Emotionen anderer zu beachten. Während des Umgangs mit dem Haustier hat das Kind die Gelegenheit, seine Verhaltensweisen zu beobachten, was ein guter Vorwand zu Gesprächen mit dem Kind ist, die seine Vorstellungskraft entwickeln und eine gute Wissensquelle sein können, z.B.: „Was macht der Hund, wenn er sich freut?“ oder „Die Katze schnurrt – was bedeutet das?“ Wenn das Kind mit Tieren erzogen wird, kann man bei ihm größeres Einfühlungsvermögen gegenüber den Leiden Anderer (sowohl Menschen als auch Tiere) beobachten. Die Kinder lernen auch tolerant und hilfsbereit gegenüber die Schwächeren zu werden. Sie werden systematisch und verantwortlich, lernen, dass ein Tier ein Lebewesen ist, kein Spielzeug, dass man tief in einen Schrank stecken kann, wenn man es nicht mehr braucht. Man soll also dem Kind unbedingt beibringen, dass die Tiere gleich wie wir ihre Gefühle und Ängste haben, dass sie auch Schmerzen empfinden. Man soll dem Kind auch zeigen, wie man das gewisse Tier z.B. streicheln soll und sagen, was nicht erlaubt wird. Man soll erklären, wie man das Tier pflegt und betonen, dass die Bedürfnisse des Tieres in vielen Fällen wichtiger als manche Vorhaben des Kindes sind: „Zuerst geben wir dem Kaninchen die Mohrrübe und erst dann können wir Uno spielen, OK?“
Das Kind lernt die Welt kennen, indem es die Eltern beobachtet und nachahmt. Die Einstellung der Kinder zu den Tieren und anderen Menschen ist in den meisten Fällen die Widerspiegelung des Verhaltens der Eltern gegenüber das Kind. Deshalb müssen die Eltern richtige Vorbilder sein und mit den Tieren auch mit entsprechender Achtung umgehen.
Kleinkinder sind sehr neugierig, worauf man auch aufpassen muss. Man kann nicht erlauben, dass die Tiere zu Opfern dieser Neugier werden, dass das Kind dem Tier etwas böses antut. Es ist empfehlenswert, durch Spielen das Wissen zu übermitteln, indem man die Tiere nachahmt, zeichnet, Theater spielt oder über Tiere erzählt. Man kann in den ZOO oder Park gehen und dort über Vögel, Schmetterlinge, Ameisen erzählen.
Man muss den Umgang des Kindes mit dem Tier genau beobachten: wie verhält sich das Kind gegenüber das Tier? Aussagen wie „Geh endlich weg! Du störst mich nur!“ oder aggressive Verhalten gegenüber das Haustier soll man als ein Alarmsignal betrachten.
Von: Magdalena Hoffmann
Kategorie: Allgemein
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