03.04.2009 09:31 Alter: 3 Jahre

Kinderspielplatz - Ort für sorgloses Toben?

Gewinnen computerisierte und mediale Freizeitbeschäftigungen für Kinder an Bedeutung, ist es umso wichtiger, für attraktive Spielplätze zu sorgen. Denn diese bieten vielfältige Gelegenheiten für lebendige, bewegungsfördernde Lernprozesse.

Ein Kinderspielplatz sollte möglichst attraktive Spielanreize bieten und "Grenzerfahrungen" ermöglichen, dabei aber notwendige Sicherheits-kriterien nicht vernachlässigen.

Dabei sollten Sicherheitsaspekte allerdings nicht vernachlässigt werden. Abnutzung, Witterung, Materialermüdung und Vandalismus hinterlassen ihre Spuren an Spielgeräten. Regelmäßige Prüf- und Wartungsarbeiten sind ein wichtiger Beitrag zur Unfallvermeidung. Nach Einschätzung des TÜV Rheinland weisen in Deutschland allerdings acht von zehn Spielplätzen Sicherheitsmängel auf.

Insbesondere an Rutschen und Klettergerüsten können Gefahrenstellen vorhanden sein, an denen spielende Kinder sich mit ihrer Kleidung verfangen können. Zur Vermeidung von Unfällen bei Spiel- und Freizeitaktivitäten ist es ratsam, auf die sichere Bekleidung der Kinder zu achten. Die elterliche Aufmerksamkeit sollte sich dabei einerseits auf notwendige Schutzausrüstungen richten und andererseits auf Unfallrisiken, die durch Kleidungsstücke entstehen können.

Schutzausrüstung
Das Tragen eines Helms beim Fahrradfahren sollte mittlerweile eine Selbstverständlichkeit sein, gleichgültig, ob im Straßenverkehr oder beim Ausflug über Feldwege. Auch beim Skaten oder Inlinern hat der Helm, ergänzt durch Handgelenks-, Ellbogen- und Knieschützer, eine wichtige Schutzfunktion bei Stürzen. Auf dem Spielplatz allerdings, insbesondere beim Klettern und Rutschen sollten Kinder keinen Helm tragen. Denn mit den Haltegurten können die Helme an engen Fangstellen oder Seilknoten hängen bleiben und zur Strangulationsgefahr werden. Zudem können spielende Kinder, die auf dem Spielplatz einen Fahrradhelm tragen, an engen Einstiegen und Durchlaufbarrieren, die meist  an Kletter- und Rutschgeräten anzutreffen sind, mit dem Helm so heftig anstoßen, dass schwere Genickverletzungen die Folge sein können.

Sicherheitsaspekte von Alltagskleidung
Durch Kordeln und Schnüre an Jacken besteht sowohl auf Spielplätzen als auch an Rolltreppen und Schulbustüren ein erhöhtes Unfallrisiko. Vor dem Hintergrund schwerer Verletzungen und tödlicher Unfälle hat sich die Bekleidungsindustrie entschieden, auf durchgängige und reißfeste Kordeln und Schnüre im Halsbereich von Kinderkleidungsstücken zu verzichten. An Kapuzenjacken für Kinder sollten nur noch Klettverschlüsse, Druckknöpfe und Verschlusslösungen, die bei Zugbelastung öffnen, verwendet werden. Beim von Kinderkleidung sollte auf diese Details geachtet werden. Vorsorglich ist es ratsam, die Kleidung der Kinder auf drohende Unfallrisiken überprüfen und gegebenenfalls Kordeln und Schnüre zu entfernen. Auch Halstücher, Schals und Schmuckketten können an Klettergerüsten und Rutschen zum Erstickungs- und Sturzrisiko werden. Nicht nur auf dem Spielplatz, sondern auch an Etagen- und Hochbetten im Kinderzimmer können sogar Kapuzenpullover zur Gefahr werden.

Quelle: Opens external link in new windowhttp://dgk.de/presse/das-gesunde-kind-pgk.html


Kategorie: Allgemein, Kinder

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