01.02.2011 19:28 Alter: 1 Jahre

Legasthenie

Kaum auf dem Gymnasium erhält meine Tochter die Beurteilung, dass ihre Rechtschreibleistungen unter Niveau sind. Jetzt muss sie an einem Zusatzunterricht teilnehmen.

Vielleicht hilft es ihr. Denn sie schreibt wirklich, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Orthographie und Grammatik sind zwei Fremdworte für sie. Wenn man die Texte liest, hat man das Gefühl, dass sich einem die Fussnägel hochrollen. Dabei liest sie unglaublich viel. Eigentlich müsste sie doch wissen, wie etwas geschrieben wird.

Unter Legasthenie (von lat. legere „lesen“ sowie altgriechisch ἀσθένεια asthéneia „Schwäche“, wörtlich also Leseschwäche) – auch Lese-Rechtschreibstörung, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeit oder LRS genannt – versteht man eine massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache. Die betroffenen Personen (Legastheniker) haben Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt. Als Ursache werden eine genetische Disposition, Probleme bei der auditiven und visuellen Wahrnehmungsverarbeitung, der Verarbeitung der Sprache und vor allem bei der phonologischen Bewusstheit angenommen. Die Störung tritt isoliert und erwartungswidrig auf, d. h. die schriftsprachlichen Probleme entstehen, ohne dass es eine plausible Erklärung wie eine generelle Minderbegabung oder schlechte Beschulung gibt. Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie geht davon aus, dass in Deutschland 4 % der Schüler von einer Legasthenie betroffen sind. Bei frühzeitiger Erkennung können die Probleme meist kompensiert werden; je später eine Therapie ansetzt, desto geringer sind in der Regel die Effekte.

(Quelle: Wikipedia)


Kategorie: Kinder, Schule

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